Schulkind

In der Regel kommen Kinder mit 6 Jahren in die Schule. Auf Antrag kann man sein Kind auch etwas früher Einschulen lassen oder eine Rückstellung beantragen. Da jedes Bundesland sein eigenes Schulgesetz hat, variieren hier die Vorgaben.

Bevor ein Kind in die Schule darf, benötigt es die Schuleingangsuntersuchung. Diese beinhaltet das Schuleingangsscreening, worin auf folgende Punkte geachtet wird:

  • Gesundheitliche Vorgeschichte
  • Gewicht und Körpergröße werden gemessen
  • Hör- und Sehtest
  • Sprachliche und motorische Entwicklung
  • Vorlage des Kinderuntersuchungsheftes und Kontrolle, ob die U9 durchgeführt wurde
  • Der Impfpass wird auf Impflücken durchgesehen

Eine schulärztliche Untersuchung findet dann statt, wenn die Früherkennungsuntersuchung U9 nicht durchgeführt wurde und auf Wunsch der Eltern weitere Schritte, wenn sich beim Screening oder der U9 Besonderheiten ergeben haben.

Während das Screening meist von Kinderkrankenschwestern durchgeführt wird, übernimmt die schulärztliche Untersuchung ein Arzt bzw. eine Ärztin des Gesundheitsamtes.

Die Bescheinigung der Schuleingangsuntersuchung muss in der Schule vorgelegt werden.

Ist das Kind schulfähig und naht der erste Schultag, haben Mama und Papa alle Hände voll zu tun. Denn es ist Brauch, dass die Einschulung gebührend gefeiert wird. Dazu zählt die Schultüte oder auch Zuckertüte genannt. Manchmal wird im Kindergarten schon ein Schultüten-Bastelabend angeboten. Das ist toll, denn meist haben die Erzieherinnen oder die Kindergartenleitung schon ein paar Modelle ausgesucht und bieten das passende Bastelmaterial dazu an. Beim gemeinsamen Basteln fällt es dann umso leichter, auch schwierigere Details auszuführen, denn man hat ja die Profis direkt am Tisch.

Wem dieser Service nicht geboten wird, der kann natürlich in ausgesuchten Läden entweder Schultütenrohlinge besorgen, um dann zu Hause selbst kreativ zu werden, oder die jährlich angesagten Motive passend zum Schulranzen oder zu den Vorlieben des Kindes kaufen. Mal sind es Dinosaurier, mal Einhörner, Autos und Schmetterlinge machen jährlich das Rennen, Pferde, Eulen, Drachen, Star Wars - was das Herz begehrt. Bei den Selbstgebastelten übertrumpfen sich die Eltern gerne gegenseitig. Da wird Tüll und Krepppapier oben angefügt, bis man das Kind nicht mehr sieht, das die Schultüte mal halten soll.
Hat man endlich die perfekte Schultüte, dann kommt der nächste Schritt, der Inhalt. Was kommt rein? Sinnvolles und gesundes oder passend zum Namen Zuckertüte viel Süßes? Vielleicht ist Ausgewogenheit da die gesunde Mischung. Glitzer-Sticker, Glitzer-Stifte, Haarspangen, Kaubonbon, Spitzer, Traubenzucker, ein Wecker oder eine Uhr, ein Geldbeutel, Buntstifte, Radiergummis, Knete, Tatoos, ein kleines Kuscheltier oder einen Glücksbringer, Schlüsselanhänger, Sorgenpüppchen, Sorgenfresserchen, Lesezeichen, Schutzengel-Kettchen für Mädchen oder eine Kette mit dem ersten Buchstaben des Vornamens oder mit einem Haizahn für einen Jungen, ein Armband, Kaugummis, Pixie-Bücher, Sammelkarten, Kinderpflaster, Stempel, Zahlen-Fruchtgummis, Hackysacks, Gummiball (Flummi) ein Jo-Jo (Yo-Yo) Buttons, Müsliriegel, ABC-Kekse, Trinkflasche, Brotzeitbox, Taschenlampe, Kindertasse, Kartenspiel, Kreide, Glitzerknete, Kamera für Kinder, Springseil, Hüpfgummi, Gutscheine für´s Kino oder den Zoo .... die Tüte ist schneller voll als Ihr denkt ;-)

Bei den Pausenbrotbehältern gibt es inzwischen tolle Alternativen zu Plastik, z.B. aus Bambus, Edelstahl, Holz und Glas. Die sind zwar teurer, aber dafür umweltfreundlich, giftfrei, verfärben nicht und lange haltbar. Trinkflaschen gibt es ebenfalls aus Edelstahl.

Den richtigen Schulranzen auszuwählen ist oft gar nicht so einfach. Denn das, was dem Nachwuchs gefällt, muss nicht unbedingt das Passende in Bezug auf Körpergröße und Statur sein. Der Spagat zwischen "der gefällt mir", "der ist zu schwer" und "der ist zu teuer" ist nicht leicht hinzubekommen. Denn für die Kinder spielen natürlich die Lieblingsmotive und die Farbe die größte Rolle. Für viele Eltern ist der Preis ausschlaggebend und dass das Kind mit dem Tornister gut zurecht kommt. Aus gesundheitlicher Sicht ist es wichtig, dass die Schultasche leicht ist, nicht zu tief nach unten hängt, nicht zu breit ist und am Rücken gut anliegt. Die Trageriemen sollten gut gepolstert sein und nicht an den Schultern einschneiden. Stabil soll sie sein, praktisch und das Thema Sicherheit groß schreiben, indem möglichst viel Fläche aus Reflektoren besteht, damit die Kinder samt Schulranzen gut gesehen werden im Straßenverkehr. So wirklich nachhaltige Schulranzen gibt es nicht wirklich. Deshalb kann man durchaus empfehlen, auch mal in Second Hand Läden oder auf dem Flohmarkt nach gebrauchten Schulranzen zu schauen. So spart man bares Geld und hilft der Umwelt. Möchte man dennoch einen neuen Qualitätsschulranzen kaufen, so tut es auch ein Vorjahresmodell. Die sind oftmals günstiger. Übrigens: Zeitlose Designs gefallen den Kindern auch noch in der 4. Klasse. Auffällige Motive werden nach der 1. und 2. Klasse recht schnell uncool.
Schulranzen kann man zwar online kaufen, doch ist der Service in ausgesuchten Geschäften mit Schulbedarf oder Taschen unschlagbar. Man wird gut beraten, kann ausprobieren, nachfragen und vergleichen. Inzwischen gibt es sogar Schulranzen Partys, die im Frühjahr von ortsansässigen Geschäften iniziiert werden.

Der 1. Schultag selbst ist ein großer Schritt ins Lebens Eures Kindes, der auch gefeiert werden darf. Ein schöner Kuchen oder eine Torte mit ABC Motiv, eine schöne Deko wie Luftballons mit Zahlen oder Buchstaben, lustige Servietten, Luftschlangen, Sternwerfer oder anderweitige Tischdeko wie Kerzen mit Schultüte drauf - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Manche Familien gehen nach der Einschulung auch gerne ins Restaurant oder in eine Eisdiele. Wichtig: Zuvor reservieren. An diesem Tag ist überall richtig viel los.

Besondere Tage hält man gerne bildlich fest. Ein Gang zum Fotografen samt Schulranzen und Schultüte ist eine schöne Tradition. Allerdings muss man auch sagen, dass in der Schule oftmals in den ersten Tagen auch der Schulfotograf kommt. Dazu nehmen die Kinder an dem von der Schule bestimmten Tag nochmals ihre Schultüte mit und können sich dann fotografieren lassen.

Der Schulweg ist ein ganz wichtiges Thema und da sind zu Beginn ganz stark die Eltern gefragt. Für den angehenden ABC-Schützen ist vieles erst einmal neu und ungewohnt. Deshalb beginnt mit der Schule auch ein großer Schritt in ein Leben, in dem die Kinder recht viel alleine bewältigen müssen. Gut ist es, wenn Mama oder Papa oder auch Oma oder Opa die erste Zeit mit dem Kind den Weg gemeinsam gehen, solange, bis das Kind sich sicher fühlt.
Fährt man sein Kind zur Schule, dann kann man Fahrgemeinschaften mit anderen Eltern bilden. Mit dem Fahrrad sollten Kinder erst ab der 4. Klasse, nachdem sie den Fahrradführerschein gemacht haben, fahren. Zuvor sind sie den Anforderungen im Straßenverkehr nicht gewachsen und es wird deshalb davon abgeraten, es früher zu tun.
Tipps zum Schulwegtraining und welche Gefahren es auf Schulwegen gibt findet Ihr bei der Verkehrswacht.

Während der Schullaufbahn kann es doch auch mal zu Schwierigkeiten kommen oder es können Fragen auftauchen. Hilfe findet man bei der staatlichen Schulberatung, bei Jugendsozialarbeitern und Vertrauenslehrern der Schule des Kindes.

Wem die Kosten über den Kopf wachsen, kann bei der Stadt oder dem Landkreis einen Antrag auf "Bildung und Teilhabe" stellen. Dieser Antrag unterteilt sich für Zuschüsse für Tagesausflüge und Klassenfahrten, Schulbedarf, Lernförderung, Schülerbeförderung, Mittagsverpflegung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Es sind Sozialleistungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Jährlich beginnt nach dem ersten Schultag nach den Sommerferien der Run auf die Schreibwarenläden, denn all die Schulhefte, Ordner, Schnellhefter, Zirkel, Stifte, Taschenrechner uvm. müssen beschafft werden. Dies alles online einzeln zu kaufen lohnt aufgrund der Versandkosten oftmals nicht und außerdem möchte man die Sachen schnell haben. Gerade die alt eingesessenen Schreibwarenläden vor Ort kennen den Ablauf und sind gut darauf vorbereitet. Oftmals nehmen sie die Listen in Empfang und tragen alles benötigte Material zusammen und wissen, worauf es ankommt.

Kaum beginnt der Sohn oder die Tochter erstmalig selbständig zu werden, stellt sich die Frage nach einem Handy. Normalerweise benötigen die Kinder in der Grundschule keine Handys. Im Einzelfall mag ein Notfallhandy jedoch sinnvoll erscheinen. Smartphones sind für Kinder bis 12 Jahren ungeeignet, da sie mit dem Internet und dessen Gefahren nicht umgehen können. Möchtest Du für Dein Kind ein Notfallhandy, dann ist eine Prepaid-Karte gut, um keine hohe monatliche Grundgebühr zu haben und um nicht vor bösen Überraschungen im Sinne von explodierenden Kosten zu stehen. Übrigens: Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, kannst Du Dein Kind trotzdem erreichen. Das Handy sollte in jedem Fall strahlungsarm sein. Dazu muss der SAR-Wert gering sein. Da Handys gerne geklaut werden, ist es wichtig, das Handy mit einer PIN oder einem Passwort zu schützen.
Dein Kind sollte aufgeklärt darüber sein, wie man mit dem Handy umgeht und dass es in der Schule tabu ist.

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