Elternatlas

Eukitea begeistert mit zauberhafter Schneewittchen Inszenierung

Die durchaus spirituelle Erzählung der Kulturikone Schneewittchen beginnt an einem Wintertag, als sich die Königin ein Kind wünschte, das so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz sein sollte. Dieses Wintermärchen der Brüder Grimm aus dem frühen 19. Jahrhundert feierte im Internationalen Theaterhaus Eukitea in Diedorf seine fulminante Premiere bei ausverkauftem Haus.

Schneewittchens Farben spiegeln sich in den schlichten wie edlen Kostümen der Hauptdarsteller ebenso wie in deren Charakteren wieder.

Rot, als die Urfarbe tiefer Emotionen ist die Farbe des Kleides der stolzen und übermütigen Königin, die voller Zorn auf das reine, weiß gekleidete Schneewittchen ist.

Schwarz für den Spiegel und das Erdreich der Zwerge aus dem sie täglich in einer schwarzen Draisine gefahren kommen.

Cecilia De La Jara gab ein bezauberndes Schneewittchen, wie es schöner und klarer hätte nicht sein können. Ihre Stimme märchenhaft, ihre Ausstrahlung aufrichtig, natürlich und rein.

Die Stiefmutter und Nachfolgekönigin wurde in all ihren boshaften Facetten grandios von Kathrin Müller dargestellt und ihr berauschender Hexentanz um den vergifteten Apfel drang durch Mark und Bein.

Die Musik und die schrägen wie gleichsam dramatischen Klänge von Geräuschemacher und Komponist Fred Brunner verliehen dem atemberaubenden Zauber spürbares Leben. Tausendsassa Michael Gleich agierte vor und hinter der Bühne, gestaltete mit Cristiana Vindice das schneeweiße Bühnenbild und mit Daniel Ruf die absolut zum Verlieben aussehenden und überaus originellen sieben Zwerge. Den kleinen Fabelwesen verlieh Gleich gewohnt einfühlsam und heiter seine Stimmenvielfalt und verpasste ihnen unterschiedliche Dialekte.

Die vielen anwesenden Kinder staunten mit großen Augen und einem raunenden „Oooohhh“ als sich das Zwergenhäuschen in eine Drehbühne verwandelte und eine Puppenstube wie aus dem Bilderbuch sichtbar wurde.

Das bildhübsche Schneewittchen aß natürlich von jedem Tellerchen und als es von jedem Glas ein Schlückchen trank, wurde jeder Schluck mit einem verspielten Klang untermalt. Den Regisseuren Giorgio Buraggi und Eukitea Leiter Stephan Eckl ist ein Märchenerlebnis gelungen, das seinesgleichen sucht: Harmonisch, ganz nah am Ursprung, voller Magie und Liebe und lehrreich zugleich.

Bis zum 19. Januar kann die Vorstellung jeden Sonntag um 16 Uhr besucht werden. Alle Termine sind hier im Elternatlas Terminkalender zu finden.

­
­

Unsere Webseite verwendet Cookies, um Dir ein angenehmes Surfen zu ermöglichen. Du kannst Deine Cookie Einstellungen jedoch jederzeit verändern. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.