Elternatlas

Weihnachtswünsche sind auch Neujahrswünsche

Wie war denn Euer Weihnachtsfest? War es festlich und ruhig, harmonisch und fröhlich, hektisch und chaotisch, zeremoniell und konventionell? Weihnachten ist so individuell wie die Menschen, die es feiern.

In kommerzieller Hinsicht wird das christliche Fest sicherlich komplett überbewertet. Doch nimmt man die Quintessenz des weihnachtlichen Gedankens, so kommt nichts Geringeres heraus als die Liebe. Gott schickte aus Liebe zu den Menschen seinen Sohn auf die Erde, damit er ihnen Hoffnung und Friede bringe.

Nun mag man gläubig sein oder auch nicht. Das spielt nicht unbedingt eine Rolle. Denn benötigen wir heute nicht mehr denn je Frieden und Liebe? Benötigt nicht jedes Kind eine friedliche Umgebung und Eltern, die für ihr Kind da sein können?

Das Heidelberger Institut für internationale Konfliktforschung zeigte auf, dass es 402 Konflikte weltweit gibt, davon 225 unter Einsatz von Gewalt und die Anzahl der Kriege beträgt sage und schreibe 19. Die Menschen sehnen sich nach Harmonie und Ruhe, nach Freiheit, nach Glück und Freude und natürlich nach Gesundheit. Da passt das Grand Prix Lied von Nicole heute genauso wie damals, denn sie sang 1982 ihren einer der meistverkauften Schlager in Deutschland beim Eurovision Song Contest „Ein bisschen Frieden“. Für manche mag das Wort „bisschen“eine Provokation sein. Dennoch passt das Lied auch wieder in unsere Zeit und der Refrain geht doch zu Herzen:

„Ein bisschen Frieden, ein bisschen Träumen, und dass die Menschen nicht so oft weinen.“

Und lieber überall ein bisschen und ein bisschen mehr, als überhaupt nicht. Das wäre doch schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.


Dem Schriftsteller Peter Rosegger ging es ebenfalls darum in seinem Gedicht „Ein bisschen mehr …

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit, ein bisschen mehr Güte und weniger Neid, ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass, ein bisschen mehr Wahrheit, das wär doch schon was.

Statt so viel Hast ein bisschen mehr Ruh´. Statt immer nur ich ein bisschen mehr Du! Statt Angst und Hemmungen ein bisschen mehr Mut und Kraft zum handeln, das wäre gut.


Und dann, brandaktuell, wie Bertolt Brecht es immer war und ist, sein Friedenslied auszugsweise:

Friede auf unserer Erde! Friede auf unserem Feld,
dass es auch immer gehöre dem, der es gut bestellt.

Friede in unserem Land! Friede in unserer Stadt,
dass sie den gut behause, der sie gebauet hat.

Friede in unserem Hause! Friede im Haus nebenan!
Friede dem friedlichen Nachbarn, dass Jedes gedeihen kann.

Friede der Frau und dem Manne! Friede dem Greis und dem Kind!
Friede der See und dem Lande! Dass sie uns günstig sind.


Die letzte Strophe kann man sehr gut etwas modernisieren und zusammenfassen:

Friede der Frau und dem Manne!
Friede den Betagten und jedem Kind!
Friede den Tieren und der Erde!
Dass wir alle glücklich sind.


Der weihnachtliche Gedanke, das sich Besinnen und zur Ruhe kommen, den Frieden mit sich und seinem Umfeld zu pflegen, tut jedem von uns gut – nicht nur an Weihnachten und nicht nur den Christen.


Wir haben uns vielleicht ein Buch gewünscht, eine Musik-CD, einen Gutschein, einen Urlaub, ein Handy, eine Spielekonsole, freudestrahlende Augen unserer Kinder, ein schönes Essen oder was auch immer.


Doch letztendlich sind es doch Frieden, Liebe, Freude, Glück und Gesundheit, das wir uns alle am meisten wünschen. Nicht nur an Weihnachten, nicht nur für uns und unsere Familie, sondern für alle und für das ganze neue Jahr 2018!


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